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Allgemeines über die Europäische Schule Straßburg

Das Projekt der Europäischen Schule Straßburg

Der Zusammenhang


Die Europäische Schule Strasbourg ist die Frucht einer langjährigen und beispielhaften Zusammenarbeit zwischen dem Oberschulamt Strasbourg, der Stadt Strasbourg, dem Generalrat des Département du Bas-Rhin und der Region Alsace.
Sie basiert auf dem Status , den Straßburg als europäische Hauptstadt seit 1948 innehat, sowie auf der Niederlassung des Europarates. Ausschlaggebend für die jetzige Stellung Straßburgs innerhalb Europas ist, nach der Ansiedlung weiterer europäischer und internationaler Einrichtungen, die Niederlassung des Europäischen Parlaments sowie des Europäischen Bürgerbeauftragten.
Um diese Aufwärtsentwicklung zu unterstützen, musste die Stadt Straßburg ein erzieherisches Modell anbieten, das den Erwartungen der europäischen und internationalen Beamten sowie der Diplomaten im Hinblick auf die Erziehung ihrer Kinder entspricht. Obwohl das internationale Bildungsangebot im Großraum Straßburg u. a. dank der Existenz der „Sections Internationales" des französischen Bildungssystems sehr reichhaltig ist, fehlte ein Schulmodell, das sich an den internationalen Kriterien orientiert und somit in der Lage ist, ein internationales Publikum anzuziehen, das seinen Kindern, unabhängig davon, in welchem Land der Europäischen Union sie jeweils leben , eine pädagogische Kontinuität während der gesamten Schulzeit bietet.

Das Straßburger Projekt


Das Straßburger Projekt wurde bei der Sitzung des Oberen Rates der Europäischen Schulen (CSEE) vom 14. bis zum 16. April 2008 in Helsinki einstimmig befürwortet. Es bedarf noch der Bewilligung der Inspektionsausschüsse der Europäischen Schulen, die zu diesem Zweck ein Audit der Schule am Anfang des zweiten Trimesters ihres Bestehens durchführen werden . Diese Bewilligung muss danach alle 2 Jahre neu ausgesprochen werden.

Zielvorstellungen

Zielvorstellungen


Ziel ist es,
  • den Schülern Vertrauen in ihre eigene kulturelle Identität zu geben - Grundlage ihrer Entwicklung zu Europäern;
  • ihnen eine solide Allgemeinbildung zu vermitteln, aufgebaut auf einem breiten Fächerangebot vom Kindergarten bis zur Hochschulreife;
  • ein hohes Niveau in der Muttersprache wie auch in den Fremdsprachen zu erreichen;
  • das Wissen in Mathematik und in Naturwissenschaften während der gesamten Schulzeit zu fördern;
  • in jedem Bereich und insbesondere in den Humanwissenschaften eine europäische und globale Einstellung zu fördern;
  • die Kreativität in Musik und darstellender Kunst zu unterstützen und eine Wertschätzung des großen kulturellen Erbes der europäischen Zivilisation zu vermitteln;
  • sportliche Fähigkeiten zu entwickeln und den Schülern und Schülerinnen eine gesunde Lebensführung durch die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten sowie Freizeitaktivitäten nahe zu bringen;
  • die Schüler und Schülerinnen durch erfahrene Berater bei der Wahl ihrer Fächer und in den letzten Jahren der Sekundarstufe bei den Entscheidungen ihrer Berufs- oder Studienwahl zu unterstützen;
  • Toleranz, Zusammenarbeit, Kommunikationsbereitschaft und Interesse innerhalb der Schulgemeinschaft sowie darüber hinaus zu verstärken;
  • die persönliche, soziale und akademische Entwicklung der Schüler und Schülerinnen zu unterstützen und sie auf die nächste Etappe ihres Bildungsprozesses vorzubereiten.

Organisation des Unterrichts

Das Europäische Abitur


Der Besuch der Sekundarschule wird zu Ende der siebten Klasse durch die europäische Abiturprüfung abgeschlossen. Das Abiturzeugnis wird in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union wie auch in einigen anderen Ländern anerkannt.
In allen Sprachabteilungen wird der Prüfungsausschuss von einem Universitätsprofessor geleitet und setzt sich aus Prüfern aus den Ländern der Union zusammen. Sie werden jährlich vom Obersten Rat ernannt und müssen dieselben Voraussetzungen erfüllen, die in ihren Heimatländern für die Zulassung zu einem gleichwertigen Prüfungsausschuss gelten.

Außerschulische Aktivitäten


In Zusammenarbeit mit den Elternvereinigungen organisieren die einzelnen Schulen ein breites Angebot an Aktivitäten während der Mittagszeit und an den freien Nachmittagen. Die Angebote sind abhängig von den Interessen der Kinder, den Aktivitätsangeboten und dem Einsatz der einzelnen Lehrkräfte und den Wünschen der Eltern . Angeboten werden Aktivitäten in Sport , Musik, Theater , Kunst, Handwerk, Photographie und Naturwissenschaften ...

Schulanfang 2008


 

Bereits bestehende Klassen


Da man sich für das Prinzip eines progressiven Aufbaus der Schule entschieden hat, wurden im September 2008 für die ersten Schüler folgende Klassen eingerichtet:
  • Die beiden Stufen der Vorschule und die beiden ersten Stufen der Grundschule mit ungefähr 175 Kindern
  • Die beiden ersten Stufen der Sekundarstufe mit ungefähr 55 Schülern

Die Schüler sind in die drei Sprachabteilungen Deutsch , Englisch und Französisch eingeteilt.
Die deutsche Abteilung der Sekundarstufe konnte dieses Jahr noch nicht eingerichtet werden, da nicht genug Anmeldungen vorhanden waren.

Das pädagogische Team


Die Schule wird von einem Studiendirektor geführt, der von der Leiterin der Vorschule und der Primarstufe sowie einer pädagogischen Rätin unterstützt wird. Zusammen betreuen sie ein Kollegium von 27 Lehrkräften.
  • Davon unterrichten 16 Lehrer auf der Sekundarstufe.
  • 11 Lehrkräfte unterrichten in der Vorschule und auf der Primarstufe.

2 Angestellte, die für den Kindergarten ausgebildet sind (ATSEM), sowie das Personal des Collège Vauban ergänzen das Team.

Die Schüler


Rechtmäßig haben die Kinder des Personals der Europäischen Institutionen Vorrang: In Straßburg sind dies der Bürgerbeauftragte und das Europäische Parlament .
Vorrang haben auch die Kinder, die zuvor eine der anderen Europäischen Schulen besucht haben. 2008 gehörten 43% der Schüler zu diesen beiden Kategorien.
Die Bewerbungen werden in der unten angegebenen Reihenfolge bearbeitet und die Zulassung nach folgenden Gesichtspunkten ausgesprochen :
1- Kinder des Personals der Europäischen Institutionen außer den gemeinschaftlichen Institutionen (insbesondere Europarat) und der internationalen Institutionen und Organisationen
2- Kinder von Mitarbeitern der diplomatischen und konsularischen Vertretungen der Mitgliedstaaten der Europa-Union, der europäischen Staaten , welche nicht Mitglieder der Europa-Union sind und der anderen Staaten.
3- Kinder von Familien, die in Straßburg und in der Straßburger Umgebung für eine beschränkte Zeit leben und ihre schulische Laufbahn in einem anderen Schulsystem als dem französischen fortsetzen werden. In dieser Kategorie haben die Kinder Vorrecht, bei denen ein Elternteil im internationalen Bereich in Forschungsinstitutionen, Hochschulanstalten oder Firmen tätig ist.
4- Kinder, deren einzige oder weitere Muttersprache eine andere Sprache als Französisch ist.
5- Kinder, deren Familie einen Umzug in ein anderes europäisches Land beabsichtigt.
6- Kinder, deren Familie wünscht, dass sie eine Ausbildung mit europäischer Ausrichtung erhalten.
Bei Schulbeginn 2008 gehörten 9% der Schüler zu den beiden letztgenannten Kategorien.
Für die Kategorien 3 bis 6 wurde den Kindern Vorrecht gegeben, die in Straßburg und den eingemeindeten Kommunen, im Eurodistrikt oder in der Nähe von Straßburg wohnten.
Die Schule hat auch Kinder zahlreicher anderer Staatsangehörigkeiten aufgenommen ( Südafrika, Australien, Kanada, Korea, Vereinigte Staaten, Georgien, Libanon, Mexiko, Usbekistan , Türkei, Ukraine ).
 

Einrichtung des pädagogischen Projektes der Ecole Européenne de Strasbourg (ESS)


Schulprojekt 2008/2011
„Die Europäische Schule in Straßburg lebendig werden lassen"
"Zusammen erzogen, von Kindheit an von den trennenden Vorurteilen unbelastet, vertraut mit allem, was groß und gut in den verschiedenen Kulturen ist, wird ihnen, während sie heranwachsen, in die Seele geschrieben, dass sie zusammengehören. Ohne aufzuhören, ihr eigenes Land mit Liebe und Stolz zu betrachten, werden sie Europäer, geschult und bereit , die Arbeit ihrer Väter vor ihnen zu vollenden und zu verfestigen, um ein vereintes und blühendes Europa entstehen zu lassen."
Jean Monnet
Das Schulprojekt der Europäischen Schule Straßburg stützt sich auf drei Texte. Sie bilden den Rahmen für den Aufbau der Schule.
1. Das „Projet d'Académie 2007-2011 de l'Académie de Strasbourg", insbesondere die Ziele 4 und 5
Ziel 4: Von der ererbten zur frei gewählten Zweisprachigkeit: Fremdsprachen lernen und sich im Herzen Europas dem Internationalen öffnen
Ziel 5: die Kompetenzen und die Tatkraft der Lehrkräfte aufwerten, die pädagogische Autonomie der Schulen kräftigen und die Zusammenarbeit mit dem Oberschulamt verstärken
2. die Allgemeine Ordnung der Europäischen Schulen, die am den 20., 21. und 22. Oktober 2008 vom Obersten Rat der Europäischen Schulen beschlossen wurde
3. das „Dossier de conformité pour l'enseignement européen à Strasbourg » (Konformitätsantrag), das am 15. und 16 April 2008 vom Obersten Rat der Europäischen Schulen beschlossen wurde.
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Autor erki Õppematerjali autor
Projekt Straßburgi koolist(üks euroopa koolidest kus õpivad õpilased igalt poolt).

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