anständig, aber unsorgfältig gekleidet, glatt rasiert und mit ganz kurzem Kopfhaar, das hier und dort ein wenig grau flimmerte. Sein Gang gefiel mir anfangs gar nicht, er hatte etwas Mühsames und Unentschlossenes, das nicht zu dem scharfen, heftigen Profil und auch nicht zum Ton und Temperament seiner Rede passte. Erst später merkte und erfuhr ich, dass er krank war und dass das Gehen ihm Mühe machte. Mit einem eigentümlichen Lächeln, das mir damals ebenfalls unangenehm war, betrachtete er die Treppe, die Wände und Fenster und die alten hohen Schränke im Treppenhaus, dies alles schien ihm zu gefallen und schien ihm doch zugleich irgendwie lächerlich. Überhaupt machte der ganze Mann den Eindruck, als komme er aus einer fremden Welt, etwa aus überseeischen Ländern, zu uns und finde hier alles zwar hübsch, aber ein wenig komisch. Er war, wie ich nicht anders sagen kann, höflich, ja
Gürtel, Brille und Schal anziehen, das gehe doch viel schneller. Wo sie recht hat, hat sie recht. Ich werde sie demnächst auf einen Tauchlehrgang schicken. Dann kann sie mir berichten, wie es ist, mit angezogenen Kontaktlinsen eine Taucherbrille anzuziehen. (c) Bastian Sick 2010 (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/zwiebelfisch-ziehen-sie-die-brille-aus-a-718488.html) Ich muss erstmal gestehen, dass es sehr unangenehm ist, die Zusmmenfassung im Computer zu schreiben. Ich würde viel lieber vom Papier lesen und selber auf das Papier schreiben. Die Kolumne ist sehr interessant. Der Autor hat Beispiele aus dem realen Leben gebracht und was uns, den Lesenr, ganz nah dran ist, ist auch interessant und lustig. Ich habe gelesen und gelacht, gelesen und gelacht. Fast in jedem Abschnitt gab es etwas Lustiges. Die Abschnitte eins und zwei waren vom Anfang an bis zum Ende wie ein Witz. Die Geschichte mit einer
einem Kindergarten unterkommt. In diesem Kindergarten arbeitet die 20-jährige Charlie, in die er sich bald verliebt. Dieter, ihr Verlobter und späterer Ehemann, und Charlie selbst geben Edgar viel zu denken. Der einzige, mit dem Edgar Kontakt hält, ist sein Jugendfreund Willi. Diesem schickt er regelmäßig Tonbänder mit Zitaten aus Goethes Werther, die seine eigene Lage gut beschreiben. ,,Old Werther" heißt auch später Edgars ,,Wertherpistole", die er gerne einsetzt, wenn Situationen unangenehm werden oder er sich seiner Sache nicht mehr ganz sicher ist. Nachdem der junge Rebell an einer Kunsthochschule nicht aufgenommen worden war, sich selbst als verkanntes Genie aber nie ganz abschreibt, nimmt er eine Arbeit als Anstreicher auf. Um Addi und Zaremba, seinen Arbeitskollegen, etwas zu beweisen, versucht er, ein ,,nebelloses Farbspritzgerät" zu entwickeln, von dem Addi auf der Arbeit immer wieder spricht. Beim ersten Versuch, die selbstgebaute Maschine in Betrieb zu nehmen, wird