Das zweite Mal war die Stimmung genau das Gegenteil von dem ersten, Elisabeth und Reinhard kamen von einem Spatziergang zurück, sie hatten noch kaum miteinander gesprochen, dem Zigeunermädchen ging es nicht gut, sie bettelte, wütend fragte Reinhard von ihr: ,,Was willst du noch?". Sie antwortete: "Nichts" und mit über Brust gekreuzten Armen schritt sie über den Hof hinab. (Z. 12-17, S. 33) Reinhard war noch den ganzen Abend in seinem Zimmer sehr traurig. Er hatte vergebens versucht zu arbeiten. Er nam das rote Band, das Elisabeth am Nachmittag getragen hatte, aber es tat ihm weh und legte es wieder zurück. Er hatte keine Ruhe, er ging an den See und nochmal alle Wege entlang, die er mit Elisabeth zusammen gegangen war. (Z. 23 32, S. 33) Man kann richtig spüren, dass die beiden, Elisabeth und Reinhard sich nacheinander sehnen, das Leben ist aber anders gelaufen. Elisabeth ist mit Erich verheiratet, obwohl sie immer noch heimlich Reinhard liebt.
Juni 1953 und dem 13. August 1961 als das zentrale deutschlandpolitische Ereignis der 70er Jahre gewertet werden. (Claus Christian Malzahn) Der Liedermacher Wolf Biermann setzte sich konsequent kritisch mit der DDR auseinander und erhielt dafür auch öfters Aufführungsverbote. Zum Eklat kam es, als Biermann 1976 ein in Köln offiziell genehmigtes Konzert gab und ihm die Rückkehr in die DDR verweigert wurde. In einem offenen Brief forderten zahlreiche Schriftsteller vergebens, die Ausbürgerung Biermanns zurückzunehmen. Viele Autoren verließen in der Folgezeit die DDR und übersiedelten in den Westen, z.B. Sarah Kirsch und Günter Kunert. Andere Autoren wurden vom DDR- Schriftstellerverband ausgeschlossen oder traten selbst aus. Mehr als 70 Schriftsteller und Künstler appellierten in einem offenen Brief an die SED-Führung, Biermanns Ausbürgerung zurückzunehmen. Die SED-Führung reagierte mit Repressalien gegen die Protestierenden, es kam