Weil Reinhards Vogel starb, ist es wieder ein Zeichen, dass es nicht bestimmt war, dass die beiden, Elisabeth und Reinhard, heiraten könnten. Zwei mal kommt auch das Zigeunermädchen vor. Einmal in Abschnitt vier, wo Reinhard mit anderen Studenten im Ratskeller am alten Eichentisch saß. In einem Winkel des Gewölbes saßen ein Geigenspieler und ein Zithermädchen mit seinen zigeunerhaften Zügen; sie hatten ihre Instrumente auf dem Schoße liegen und schienen teilnahmslos vor sich hin zu sehen. Das Zigeunermädchen sang. (Z. 17-25, S. 12) In Abschnitt neun bettelt das Mädchen vor dem Elisabeth Haus, als Reinhard und Elisabeth von einem Spatziergang zurück kommen. Elisabeth zeigte ihr gutes Herz und gab dem Mädchen alles, was sie gerade in ihrer Börse hatte. (Z. 32 - 37 S.32 Z. 1-7. S.33) Eigentlich war Reinhard ein Gentleman und wollte der Bettlerin etwas geben, aber Elisabeth war einfach schneller als er
Aber der Regierung ist die wirtschaftliche Lage ihres Landes und somit auch die Produktionssteigerungen wichtiger als das Wohlbefinden ihrer Bürger. Christoph Hein: Der fremde Freund (1982; die Novelle erschien in Westdeutschland 1983 unter dem Titel ,,Drachenblut"): Die Novelle ist eine Ich-Erzählung. Sie handelt von der alleinstehenden Ärztin Claudia, die in ihrem Leben in der DDR starke Entfremdung empfindet. Sie wirkt oftmals teilnahmslos und desinteressiert an den gesellschaftlichen Umständen. Beschrieben wird die Zeit mit ihrem Nachbarn Henry. Die Beziehung bleibt jedoch distanziert und kühl, eine ,,fremde Freundschaft". Henrys ironische Gelassenheit trifft auf Claudias Ängste und Frustrationen. Das Buch dokumentiert eine tiefgreifende Selbstverleugnung. Claudia ist innerlich von Problemen zerfressen, kann dies aber weder anderen Menschen noch sich selbst gegenüber zugeben, sondern verschanzt sich