Über dem Haupttor steht in lateinischer Sprache: "Die Freiheit, die die Vorfahren errungen, mögen die Nachfahren würdig zu erhalten suchen." Durch die verzierte schmiedeeiserne Gittertür des Hauptportals gelangt man in die Rathausdiele, die von 16 Sandsteinsäulen getragen wird, die mit 68 Porträts verdienter Hamburger Bürger und Bürgerinnen bemalt sind. Das Treppenhaus wurde aus sardischem Marmor geschaffen und zeigt den menschlichen Lebensweg. Der Saal der Bürgerschaft ist eher schlicht gestaltet: Das Parlament tagt hier jeden zweiten Dienstag um 15 Uhr. Im angrenzenden Bürgersaal, dem Empfangssaal der Bürgerschaft, hängen Porträts ehemaliger Bürgerschaftspräsidenten. Der Kaisersaal benannt aufgrund des Besuchs von Kaiser Wilhelm II. zur Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals verfügt über eine auffällige Deckenmalerei, die die Handelsschifffahrt unter deutscher Flagge symbolisiert. Die Wände schmückt eine mit gepresstem Rindsleder bezogene Tapete
Daraufhin gehen sie wieder. Der Mann sinniert, sie wären sonderbare Heilige gewesen, doch die Frau verweist auf das Kind, das jetzt ganz lebendig sei, so schreie es. Sie erinnert daran, dass Weihnachten sei. Am Ende wird das schlafende Kind vom Feuerschein erleuchtet. Form: Kåre Eirek Gullvåg nannte Die drei dunklen Könige eine ,,wahre" Kurzgeschichte mit einem Umfang von kaum 700 Wörtern. Auch die einzelnen Sätze sind kurz, die Sprache schlicht: Subjekt, Prädikat und einfache adverbiale Bestimmungen. Nebensätze und Adjektivewerden spärlich eingesetzt. Die Substantive stehen in den Grundformen, werden kaum einmal zu Komposita zusammengezogen. Der Stil kommt ohne Ornamente und Verzierungen aus, die Sätze werden parataktisch gereiht. Kennzeichnend für die Parataxe sind häufige Satzanschlüsse mit ,,da" oder ,,dann", sowie der an den Satzanfang gestellte Artikel. Albrecht Weber sah die Sprache