Beesten) und der Urgroßmutter (von Merveld). Die Wappen befinden sich jeweils in einem Lorbeerkranz, der mit einem Zierband zusammengehalten wird. Mittig auf dem Band, oben sowie unten, ist ein Medusenhaupt platziert. Alle Figuren, aller Zierrat und alle Wappen sind erhaben dargestellt. Die Wappen zu Füssen des Paares zei- gen noch Reste einer Bemalung. Unterhalb bzw. oberhalb der Wappen erkennt man ganz am Rande der Platte noch die Angabe der Adelshäuser in lateinischer Schrift. Umlaufend um das gesamte Rechteck ist ein Schriftband von ca. 10 cm Schriftfeld- höhe eingemeißelt. Die Inschrift lautet: „Anno Domino1599, am Sontag, dem 1. Au- gust ist in Gode verstorben der edler und erwürter Herman von Merveldt zum Wes- terwinkel.“ „Anno Domini 1591 am 26. Juny ist ihm Herrn verstorben de edle und vilthugentliche Ursula von Deipenbrock, sein eheliche Hausfrouwe, deren Sehle gode Gnedig sei.“ Die Buchstaben sind in deutscher Schrift.
der Bürgerschaft. Nachdem 1842 das Hamburger Rathaus völlig abgebrannt war, zog der Rat vorrübergehend in provisorische Räumlichkeiten für 55 Jahre! Das neue Rathaus wurde 1897 eingeweiht, verfügt über 647 Zimmer und steht auf über 4000 Eichenpfählen. Ganz im Gegensatz zum hanseatischen Stil glänzt das Rathaus mit einer aufwendig verzierten Fassade, die von insgesamt 20 Kaiserstatuen gesäumt wird. Über dem Haupttor steht in lateinischer Sprache: "Die Freiheit, die die Vorfahren errungen, mögen die Nachfahren würdig zu erhalten suchen." Durch die verzierte schmiedeeiserne Gittertür des Hauptportals gelangt man in die Rathausdiele, die von 16 Sandsteinsäulen getragen wird, die mit 68 Porträts verdienter Hamburger Bürger und Bürgerinnen bemalt sind. Das Treppenhaus wurde aus sardischem Marmor geschaffen und zeigt den menschlichen Lebensweg. Der Saal der Bürgerschaft ist