HUMANISTEN, ITALIEN Die Grundlage für die Entfaltung der weiblichen Fähigkeiten war eine neue Wertung der Frau, die sich parallel zur Ausbreitung des Humanismus zuerst in Italien durchsetzte. Humanisten sah Frauen als vollwertige, dem Manne geistig gleichgestellte Persönlichkeit, der man daher auch eine entsprechende Bildung zukommen lassen müsse. Früher in die Erziehung der Mädchen waren wichtig Schamhaftigkeit, Keuschheit, Demut und Schweigsamkeit, nun die intellektuelle Bildung für die Frau wurde gefordert, damit sie dem Gatten eine ebenbürtige Partnerin sei und ihre Kinder selbst in den Anfängen der 1 Wissenschaften unterrichten könne. An den Höfen wurde bald lehrend der Humanisten positiven Auswirkungen gefunden. Die Beherrschung des Lateinischen und die Kenntnis der antiken Schriftsteller wurden für die jungen Damen von Rang selbstverständlich.
Konferenz von 1959 eingeleitet wurde. Dieser Bitterfelder Weg und die Tatsache, dass die DDR-Grenze vollständig geschlossen war und ein Arrangement in den Verhältnissen der DDR unerlässlich wurde (es gab keinen Ausweg mehr) bildete die Grundlage der Ankunftsliteratur, welche besonders von Brigitte Reimanns ,,Ankunft im Alltag" von 1961 geprägt wurde. Typischstes Beispiel ist ,,Der geteilte Himmel" (1963) von Christa Wolf. In der Literatur sind die Hauptfiguren nun meist jüngere, intellektuelle Menschen, die sich sowohl im Beruf als auch im Privaten bewähren müssen, z. B. auch bei Christa Wolf ,,Der geteilte Himmel". In diesem Werk tritt noch eine weitere Tendenz zu Tage, nämlich dass zunehmend auch weibliche Hauptfiguren auftreten. 19651971 Bereits vor 1965 nahmen die Restriktionen in der Kulturpolitik wieder zu der Regimekritiker Robert Havemann wurde 1963 von der Universitätsparteileitung und 1964 komplett aus der Partei und der Humboldt-