10 kehrt die Novelle wieder im Lehnstuhl sitzendem Alten zurück. Der Mond schien nicht mehr durch das Fenster, es war dunkel geworden. Die Haushälterin Brigitte kam herein und brachte Licht mit sich mit. Der Alte rückte seinen Stuhl zum Tisch und arbeitete weiter. So endet die Novelle/ Rahmenerzählung. Für Theodor Storm sind Rahmenerzählungen typisch. Ausser die zwei Titel, die die Novelle einrahmen, gibt es auch inhaltliche Doppelungen. Zum Beispiel kommen in der Novelle die (nicht gefundenen) Erdbeeren vor. Einmal in Abschnitt 3 und später nochmal in Abschnitt 9. In Abschnitt 3 sollen die Kinder paareweise in den Wald Erdbeeren pflücken gehen, damit sie ihren Brot nicht trocken essen müssen. Ihnen wird noch gesagt, dass man im Leben nichts umsonst bekommt und dass die Alten in ihrem Leben schon genug umhergetrieben haben, deswegen bleiben sie jetzt zu Hause, genauer im Wald unter
Was kann ein Wissenschaftler wirklich jenseits der Hauptstraßen der Macht erkennen? Hat somit Humboldt oder Gauß mehr gesehen von der Welt? Humboldt jedenfalls ist sich da am Ende nicht mehr sicher, er hätte ,,auf einmal nicht mehr sagen können, wer von ihnen weit herumgekommen war und wer immer zu Hause geblieben." Die Vermessung der Welt darf daher auch als ihre Ver-Messung gelesen werden. Die Frage der Authentizität Um das Buch entzündeten sich schon bald nach Erscheinen Debatten um inhaltliche Unstimmigkeiten. Im Romantext finden sich zahlreiche Abweichungen von der historischen Realität, die jedoch überwiegend von Kehlmann so beabsichtigt gewesen seien. Er habe sich dabei an der Tatsache orientiert, dass verschiedene deutsche Klassiker in biographischen Dramen sehr frei mit der historischen Wahrheit umgingen (etwa Schiller in Die Jungfrau von Orléans, Goethe in Egmont oder Kleist in Prinz Friedrich von Homburg). Aus