Reinhard ging voran und machte den Weg. Plötzlich roch es süss und Elisabeth sagte, hier müssen die Erdbeeren sein. Es war aber nur ein starker Geruch von Heidekräutern und sie fanden keine Erdbeeren. Elisabeth wurde müde und sie kehrten zurück. In Abschnitt neun wanderten Reinhard und Elisabeth am See. Als Elisabeth müde wurde, setzte sie sich in den Schatten überhängender Zweige, Reinhard stand ihr gegenüber an einen Baumstamm gelehnt. Tiefer im Wald hörte er den Kuckuck rufen und plötzlich kam ihm, dies sei schon einmal ebenso gewesen. Er sah Elisabeth seltsam lächelnd an und fragte: ,,Wollen wir Erdbeeren suchen?". Sie antwortete, dass es keine Erdbeerenzeit sei, sie würde aber bald kommen. (R. 10-23, s. 31) Ich denke, dass die Beiden sich in ihrer Gegenwart sehr wohl gefühlt haben und Reinhard erinnerte sich gerne an die früheren Momente, die er als Kind mit Elisabeth verbracht hat.
Benedikt Kirche in Herbern befindet sich ein Renaissance-Epitaph, eine Steinmetzarbeit von 2,87m Höhe und 1,35m Breite. Es zeigt den Grafen Hermann von Merveldt zu Westerwinkel und seine Gemahlin Ursula von Deipenbrock. Da die Sterbedaten des Ehepaares angegeben sind, weiß man, dass das Werk Ende des 16. Jahrhunderts erstellt worden ist. Der Bildhauer ist bis- her unbekannt. (Fotos: Cramer) Das Ehepaar steht betend da, mit Kopf und Schultern an ein Kissen gelehnt. Die Tracht ist zeitgenössisch, spanisch. Der Graf ist in Harnisch, Degen und Dolch sind mit Lederriemen in der Taille an den Plattenpanzer gehängt, hat aber zum Gebet die Handschuhe ausgezogen und auf den Boden hinter sich gelegt. Der gefederte Helm liegt mit offenem Visier zwischen seinen Füssen. Die beiden Hände sind in Höhe der Brust zum Gebet verschränkt (nach Art „betende Hände“). Der Graf steht in einer na- türlichen Haltung, die Füße sind richtig gestellt