gesetzt. Der Mehrzahl der Frauen blieb aber doch die Möglichkeit zur eigenen Bildung und Beschäftigung mit den Wissenschaften versagt. Obwohl der Anteil der bürgerlichen und adligen Frauen an der Ausbreitung der Reformation ziemlich groß war, brachte diese zumindest im lutherischen Gebiet eine beträchtliche Beschränkung des weiblichen Betätigungsfeldes auf Haushalt und Familie. Vereinzelt nahmen sich fürstliche Frauen der Mädchenerziehung an und ließen Schulen errichten. Aber selbst in adligen Kreisen war die Erziehung der Mädchen vielfach auf Anstandslehre, Frömmigkeit und Handarbeiten beschränkt. 2)Anfänge Weiblichen Kunstschaffens NONNENKLÖSTER Im Mittelalter waren die Nonnenklöster und die Fürstenhöfe Zentren weiblichen Kunstschaffens, das freilich nur bedingt als Berufstätigkeit im beschriebenen Sinne bezeichnet werden kann. Die Nonnen waren ob Stickereien, Buchillustrationen und
Die Stadt Hamburg, zu Beginn des 9. Jahrhunderts als Stützpunkt zur Missionierung der Sachsen gegründet, ist seit dem Mittelalter einer der bedeutendsten Handelsplätze Europas. Neben der günstigen Lage des Hamburger Hafens stärkte die Jahrhunderte währende politische Unabhängigkeit als Freie und Hansestadt die Entwicklung Hamburgs zur zweitgrößten Stadt der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahre 810 ließ Karl der Große eine Taufkirche errichten, um den heidnischen Norden zu missionieren. Zu ihrer Sicherung wurde das Kastell Hammaburg gebaut. Um 830 wurde hier die Hammaburg errichtet. 831 begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der Reichsteilung von Verdun überfielen Wikinger die Region, später die slawischen Abodriten, der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen. Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein war im 12. Jahrhundert der Gründer einer