Über Ursula von Deipenbrock zu Wes- terwinkel sind die Wappen des Vaters (von Deipenbrock) und der Mutter (von Vitting- hoff gen. Schell) angeordnet, zu ihren Füssen die Wappen der Großmutter (von Beesten) und der Urgroßmutter (von Merveld). Die Wappen befinden sich jeweils in einem Lorbeerkranz, der mit einem Zierband zusammengehalten wird. Mittig auf dem Band, oben sowie unten, ist ein Medusenhaupt platziert. Alle Figuren, aller Zierrat und alle Wappen sind erhaben dargestellt. Die Wappen zu Füssen des Paares zei- gen noch Reste einer Bemalung. Unterhalb bzw. oberhalb der Wappen erkennt man ganz am Rande der Platte noch die Angabe der Adelshäuser in lateinischer Schrift. Umlaufend um das gesamte Rechteck ist ein Schriftband von ca. 10 cm Schriftfeld- höhe eingemeißelt. Die Inschrift lautet: „Anno Domino1599, am Sontag, dem 1. Au- gust ist in Gode verstorben der edler und erwürter Herman von Merveldt zum Wes- terwinkel.“ „Anno Domini 1591 am 26
Till Eulenspiegels und dazu den verrosteten Degen, sowie einen Streifen Bandeisen, der wie ein Brillenreif gebogen ist, sehen. Dieser Degen und die Brille sollen dem Narren des deutschen Volkes gehört haben. Der Grabstein ist die einzige schriftliche Urkunde, die beglaubigt, dass Till Eulenspiegel wirklich gelebt hat und im Jahre 1350 im Mölln gestorben ist, Auf diesem Grabstein steht geschrieben: Diesen stein soll niemand erhaben Hie stat Ulenspiegels begraben. Anno Domini MCCCL jahr. Einer der Verfasser verschiedener Erzählungen ist der seiner Zeit bedeutendste niederdeutsche Dichter Hermann Bote. Eulenspiegel soll ein Handwerk lernen Seine Mutter drängte ihn, ein Handwerk zu erlernen. Die Mutter tadelte ihn, weil er kein Handwerk erlernen wollte. Er schwieg, aber sie ließ nicht davon ab