Klöstern an. In den Nonnenklöstern der süddeutschen Städte wandten sich einzelne hochgebildete Frauen zu dieser Zeit sogar den neuen humanistischen Studien zu. Allerdings waren ihrem Interesse an den ,,heidnischen Wissenschaften" glaubensbedingte Schranken gesetzt. Der Mehrzahl der Frauen blieb aber doch die Möglichkeit zur eigenen Bildung und Beschäftigung mit den Wissenschaften versagt. Obwohl der Anteil der bürgerlichen und adligen Frauen an der Ausbreitung der Reformation ziemlich groß war, brachte diese zumindest im lutherischen Gebiet eine beträchtliche Beschränkung des weiblichen Betätigungsfeldes auf Haushalt und Familie. Vereinzelt nahmen sich fürstliche Frauen der Mädchenerziehung an und ließen Schulen errichten. Aber selbst in adligen Kreisen war die Erziehung der Mädchen vielfach auf Anstandslehre, Frömmigkeit und Handarbeiten beschränkt. 2)Anfänge Weiblichen Kunstschaffens NONNENKLÖSTER
Nach ein paar Stunden gehen wir wieder aufs Feld und arbeiten da. Die Mutter bleibt wieder zu Hause und fängt mit dem Nähen an , um uns Kleider zu machen. Dann muss sie uns wieder das Essen machen. Am Abend fahren wir mit den Pferden in eine kleine Stadt, die ganz in der Nähe liegt. Das Leben in der Stadt ist bunt und interessant und es gibt viele verschiedene Leute. Wir sehen zum Beispiel viele Bettler, die dreckige Klamotten anhaben und sehr ausgehungert aussehen; reiche Adligen, die wunderbaren Schmuck tragen und auch lustige Stadtmusikanten, die gerade eine Bühne aufstellen. In der Stadt kaufen wir Werkzeuge für meinen Vater, Webstoff für meine Mutter und Süßigkeiten für meinen Bruder. Ich selbst brauche nichts. In der Stadt gibt es meistens die Bauern, die einkaufen wollen und die Bürger, die hier wohnen und kleine Geschäfte besitzen. Auch gibt es Geistlichen, aber sie sind meistens in der Kirche und beten.