Zwiebelfisch: Tanke? Nein, danke! Von Bastian Sick Während sich Politiker und Beamte alle Mühe geben, die Sprache aufzublähen und zu verkomplizieren, findet im Sprachalltag ein genau entgegengesetzter Prozess statt: Die Sprache wird vereinfacht. Die Denkweise wird zur Denke, die Sprechart zum Sprech. Tanke? Schon in der Mache. Aber Vorsicht mit der Zise Auf Facebook findet man viele Freunde, und jeder pflegt seinen eigenen Schreibstil. "Tolles Foto, Niki!", kommentiert eine Freundin, "du siehst total süüüß aus!" Niki bleibt cool und antwortet: "Auf dem Pic hab ich aber noch die alte Frise!" - "Frise" für Frisur - das kannte ich noch nicht. Da stehen mir vor Begeisterung die Haare zu Berge! "Frise" ist vielleicht nur ein weiterer Plastikbecher auf dem Müllberg der Sprachdeponie, aber immerhin noch nicht ganz so verbraucht wie andere fetzige Wörter. Schon in den achtziger Jahren war es schick, statt von "Musik" einfach von "Mucke" zu spre...
praktischer sei. Statt sich einen Gürtel umzuschnallen, eine Brille aufzusetzen und einen Schal umzubinden, würde sie einfach Gürtel, Brille und Schal anziehen, das gehe doch viel schneller. Wo sie recht hat, hat sie recht. Ich werde sie demnächst auf einen Tauchlehrgang schicken. Dann kann sie mir berichten, wie es ist, mit angezogenen Kontaktlinsen eine Taucherbrille anzuziehen. (c) Bastian Sick 2010 (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/zwiebelfisch-ziehen-sie-die-brille-aus-a-718488.html) Ich muss erstmal gestehen, dass es sehr unangenehm ist, die Zusmmenfassung im Computer zu schreiben. Ich würde viel lieber vom Papier lesen und selber auf das Papier schreiben. Die Kolumne ist sehr interessant. Der Autor hat Beispiele aus dem realen Leben gebracht und was uns, den Lesenr, ganz nah dran ist, ist auch interessant und lustig. Ich habe gelesen und gelacht, gelesen und gelacht. Fast in jedem Abschnitt gab es etwas Lustiges. Die Abschnitte