Status der Frau im 16. Jahrhundert in Europa
hoch entwickelt, selbst die Bauern waren vielfach keine Analphabeten mehr. Den Frauen aber
rühmten die Zeitgenossen Schönheit und Sittenstrenge nach. Es ist bewiesen, dass gebildete
Damen des Nordens ebenso wie ihre italienischen Schwestern sich zuweilen auch für die
technisch-physikalischen Errungenschaften, die neuen Erfindungen und Geräte ihrer Zeit
interessierten. Das galt wahrscheinlich besonders für die weltoffenen Handelsstädte aller
Länder, in denen Universitäten begründet wurden und eine Blüte der Naturwissenschaften
begann.
DEUTSCHLAND
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In Deutschland traf man hochgebildete Frauen wie schon im Mittelalter vor allem in der
Klöstern an. In den Nonnenklöstern der süddeutschen Städte wandten sich einzelne
hochgebildete Frauen zu dieser Zeit sogar den neuen humanistischen Studien zu. Allerdings