Die Familie hat in ihrem Keller auch selbst Wein hergestellt, in dem sie verschiedene Gewürze aufgegossen und diese mit Zucker gesüt hat. Als Johann Burchart starb, verkaufte dessen Schwester die Ratsapotheke an den Deutschbalten Rudolf Carl Georg Lehbert (1858-1928) und beendete damit die 325-jährige Familientradition. Nach der sowjetischen Besetzung Estlands wurde die Apotheke 1944 verstaatlicht. Das Gebäude ist zunächst umfassend renoviert und dann 2003 in neuem Glanz eingeweiht worden. Heute befindet sich die Apotheke im Erdgeschoss. Die Apotheke ist ein Anziehungspunkt für viele Touristen. Über der Apotheke befindet sich ein Restaurant. Im zweiten Stock steht eine steinerne Säule mit dem Wappen der Familie Burchart. Die Atmosphäre, die die Apotheke in all den Jahrhunderten ausmachte, ist heute noch zu spüren. Wenn man die Ratsapotheke betritt, sieht man in den Gläsern die Heilmittel von einst zum
Renaissance. Schon in ihrer Kindheit wurde ihr zusammen mit ihren Geschwistern am kunstbeflissenen Hofe von Ferrara eine entsprechende Erziehung zuteil, die neben der Ausbildung in den gesellschaftlichen Umgangsformen, in künstlerischen und praktischen Fertigkeiten auch die Anfangsgründe des Lateinischen umfasste. Später interessierte siesich mehr dem praktischen Leben, der Jagd und Kriegsführung. Ihre Bibliothek, die sie mit gleicher Leidenschaft wie ihre Kunstsammlung zusammentrug, war umfassend, denn ihr Interesse erstreckte sich gleichermaßen auf Dichtung, Geschichte, Philosophie und Kunst. Während ihres ganzen Lebens unterhielt sie einen ausgedehnten Briefwechsel mit den berühmsten Männern und Frauen ihrer Zeit. FRAUEN DES BÜRGERTUMS Der Kultur der Höfe wurde aber auch für der Städte vorbildlich.Die zu großem Reichtum und politischer Macht gelangten Florentiner Geschlechter der Kaufleute und Bankiers glichen ihren Lebenstil seit dem ausgehenden 15