Status der Frau im 16. Jahrhundert in Europa
begrenzter. Ihre Kindheit vollzog sich vielfach in der Abgeschlossenheit der Klosterschulen,
und auch die Ehe beschränkte ihren Wirkungskreis ganz auf die häuslichen Plichten.
Gleichwohl es kann sagen, dass neben der Herkunft aus guter Familie und einer entsprechend
hohen Mitgift war der Leumund des Mädchens wichtig, ihre Tugend und ihre guten Manieren.
So war auch die Bildung der Patrizierinnen wohl geringer als die mancher Kurtisanen. In den
breiteren Schichten des Volkes wurde der Frau der italienschen Renaissance noch die gleiche
Rolle wie im Mittelalter zugewiesen. Es heißt, dass sie ihre Kinder gottesfürchtig aufziehe
und sie in der Kirche stille sei, und andererorts auch wenn möglich.
PORTUGAL, SPANIEN
Das Bildungsideal der italienischen Humaniste wirkte sich zuerst in den benachbarten
romanischen Ländern aus. In Portugal, das dank seiner überseeischen Eroberungen