Hamburg
Hanse. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg als eines der ersten Mitglieder des
Kaufmannsbundes Hanse zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen
Nord- und Ostsee. Ab 1510 galt Hamburg endgültig als Reichsstadt. Der Augsburger
Reichstag bestätigt Hamburg als "Freie Hansestadt". 1558 wurde dort eine der ersten Börsen
Deutschlands eröffnet, im Jahre 1678 unter dem Namen Opern-Theatrum die erste deutsche
Oper am Gänsemarkt. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen
evangelisch. 1619 war Hamburg die größte Stadt Deutschlands. Ihre kulturelle Blüte erlebte
die Stadt vor allem im 17. und 18. Jahrhundert unter anderem mit der Gründung des
Hamburgischen Nationaltheaters (1767).
Auch nach dem Niedergang der Hanse und während der Aufklärung und der
Industrialisierung blieb die Stadt das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands
(neben Berlin)