Roger Federer
und sich nur noch auf die Tenniskarriere zu konzentrieren. Dies war zu diesem Zeitpunkt
durchaus ein Risiko, da sich Federer zwar bereits einen Namen auf der Juniorentour
gemacht hatte, aber vom Sport alleine noch nicht leben konnte. [29] Doch 1998 folgte der
Durchbruch auf der Juniorentour: Im Januar erreichte er das Halbfinale der Junioren-
Australian-Open, in Wimbledon folgten der Sieg im Einzel und im Doppel. Diese Erfolge
ermöglichten Federer auch erste Turnierteilnahmen auf der Profitour.[30] Sein Debüt auf
der ATP Tour gab er im Juli 1998 in Gstaad; im September konnte er in Toulouse bereits
sein erstes Viertelfinale bei den Profis erreichen. Mit dem Gewinn des Orange Bowl im
Dezember, der zugleich sein letztes Juniorenturnier darstellte, sicherte sich Federer zum
Jahresende Platz 1 der Juniorenrangliste. Dies war für den Schweizer nicht nur ein
grosser Prestigeerfolg, sondern auch ein Sprungbrett für den endgültigen Umstieg zur
Profitour.[31]