1(8) Das Renaissance-Epitaph in der St. Benedikt Kirche in Herbern
beider Frauen ist gleich ausgeformt, bei der Frau von Merveldt liegt er tiefer auf dem
Kopf.
Bei allen vier Personen sind die Schultergelenke vorn aufgesetzt, welches wohl zu
den handwerklichen Fähigkeiten (oder Eigenheiten) des Künstlers gehört, die Perso-
nen plastischer darzustellen.
Beide Paare haben die Hände auf Brusthöhe zum Gebet geformt, die der von Mer-
veldt höher, die der von H. fast rechtwinklig. Die Hände sind sehr sorgfältig und ge-
konnt gearbeitet, die der von den Merveldts sind seitlich mehr zu sehen, da das Paar
in einem Winkel zueinander steht. Die Hände der von Merveldt sind besser modelliert
und wenn man nicht besser modellierte Hände von Passer kennte (Evangelist Mar-
kus, Tallinn, Museum), könnte man annehmen, dass es unterschiedliche Künstler
seien.
Das Epitaph in Herbern ist mehr durchgestaltet, alle Details sind plastischer und die
Oberflächen sind intensiver gearbeitet. Dies kann eine Sache des Entgeltes gewesen