Saksa kirjandus 1945-st kuni tänapäevani - eksami kordamisküsimused
Claudia ist innerlich von Problemen
zerfressen, kann dies aber weder anderen Menschen noch sich selbst gegenüber zugeben, sondern verschanzt sich
hinter der Maske der Gefühllosigkeit. Claudias Entfremdung dem Leben gegenüber wird auch durch ihre
Fotografieobsession symbolisiert, wobei sie ausschließlich unbelebte Motive, wie Ruinen oder Landschaften, wählt.
Im 9. Kapitel, das Claudias Reise in ihre Heimatstadt G. beschreibt, werden die Gründe für Claudias Lebensprinzip
der ,,fremden Freundschaft" deutlich. Als Kind hatte sie ihre Freundin Katharina bedingungslos geliebt. Die
Freundschaft zerbrach und Claudia konnte, aus Angst wieder verlassen zu werden, nie wieder einen Menschen so
lieben. Im letzten Kapitel, in der Erzählgegenwart, bricht Claudia für einen kurzen Moment aus und gibt zu, dass sie
an der Sehnsucht nach Katharina krepieren wird. Aber schon im nächsten Satz beteuert sie wieder ,,Es geht mir gut".