1(8) Das Renaissance-Epitaph in der St. Benedikt Kirche in Herbern
Handschuhe ausgezogen und auf den Boden hinter sich gelegt. Der gefederte Helm
liegt mit offenem Visier zwischen seinen Füssen. Die beiden Hände sind in Höhe der
Brust zum Gebet verschränkt (nach Art „betende Hände“). Der Graf steht in einer na-
türlichen Haltung, die Füße sind richtig gestellt. Der eine, der etwas sichtbare rechte
Fuß der Gräfin deutet auch auf sicheres Stehen hin, was bedeutet, dass das Epitaph
zu Lebzeiten beider gefertigt wurde, also vor1591, obwohl die hinterlegten Kopfkis-
sen Ruhe und Liegen ausdrücken. Das Ehepaar steht in einem kleinen Winkel zu-
einander. Gesicht und Hände sind gut ausgeformt Der Graf misst eine Höhe von 1,58
m, die Gräfin von 1,50 m. Das Werk ist aus einer Platte gefertigt. Künstlerisch ist das
Epitaph eine gelungene Arbeit und zeigt großes handwerkliches Können.
Hermann von Merveld hat über seinem Haupt die Wappen seines Vaters (von Mer-
veld) und seiner Mutter (von Nagel), zu seinen Füssen die Wappen seiner Großmut-