1(8) Das Renaissance-Epitaph in der St. Benedikt Kirche in Herbern
kus, Tallinn, Museum), könnte man annehmen, dass es unterschiedliche Künstler
seien.
Das Epitaph in Herbern ist mehr durchgestaltet, alle Details sind plastischer und die
Oberflächen sind intensiver gearbeitet. Dies kann eine Sache des Entgeltes gewesen
sein, das man dem Künstler gezahlt hat. Die vorgenannten Gemeinsamkeiten der
beiden Werke genügen noch nicht das Werk in Herbern Arent Passer zuzuschreiben.
Wenn man allerdings das Grabmahl des Pontus De la Gardie in Tallinn zusätzlich be-
trachtet, - es ist das erste, das der Künstler dort geschaffen hat - dann ist die Ge-
meinsamkeit überwältigend.
Das Epitaph kann in seiner Gesamtheit nicht gezeigt werden, da das vorliegende Ma-
terial nur den schlechten Zustand vor seiner Renovierung zeigt. Frau Helmi Üprus,
eine estnische Kunstgeschichtlerin schreibt in deutscher Sprache: „Das Ende des
XVI. und Anfang des XVII. Jahrhunderts ist eine Blütezeit in der Entwicklung der