1(8) Das Renaissance-Epitaph in der St. Benedikt Kirche in Herbern
Stellung und der Verdienste des Verstorbenen, des Ruhmes, den er bei Lebzeiten
genossen hat und der ihn übers Grab hinaus erhalten bleiben soll. Nur selten wird
der Tote durch ein unter den Kopf geschobenes Kissen als liegend gekennzeichnet.
2(8)
Epitaph
Die Stellung ist in solchen Fällen genau die gleiche, wie bei den stehend gedachten
Figuren, nur sind die Füße abwärts gekehrt, während sie bei Lebenden seitlich ge-
wandt dargestellt sind. Die Schwierigkeiten des Stand-Liegeproblems, mit denen die
deutsche Kunst schon im Mittelalter immer wieder versucht hatte sich auseinander-
zusetzen, sind so einfach umgangen.“(Loeffler)
Vergleichende Studie
Die Domkirche zu Tallinn (Reval) in Estland ist ein eindrucksvolles Bauwerk, das der
Jungfrau Maria geweiht ist. Im Chor der Kirche ist eine Reihe von Epitaphien aufge-