1(8) Das Renaissance-Epitaph in der St. Benedikt Kirche in Herbern
Bekannt ist, dass der
westfälische Adel und die westfälischen Kaufleute beste familiäre, kulturelle und
kaufmännische Beziehungen zum Baltikum hatten. Von den vielen westfälischen A-
delshäusern, die zu der Zeit in Livland (heute zum Teil Estland) führend waren, gehö-
ren Plettenberg, Warendorp, Kettler und viele andere. Es ist gut möglich, dass Pas-
ser in Kenntnis dieser Situation oder mit Empfehlung dorthin gegangen ist.
Außerdem hatte Livland eine fast 50jährige Periode friedlicher Zeit verbracht, mögli-
cherweise ein weiteres Argument für ihn dorthin zu ziehen.
Quellen:
1
Loeffler, H.: „Die Grabsteine, Grabmähler und Epitaphien in den Kirchen Alt-
Livlands vom 13. – 18. Jahrhundert“, Riga 1924
2
Üprus, Helmi: „Steinbildnerei in Estland vom XIII. zum XVII. Jahrhundert“, Tallin
1987 S. 223
3
dsb., Bild Nr. 182
Sten Karling: „Sten Karling and Baltic History – und Kunstgeschichte im Ostseeraum“
Kirjastus 1999
4
Nottbek, E. von; Neumann, W