1(8) Das Renaissance-Epitaph in der St. Benedikt Kirche in Herbern
Benedikt Kirche in Herbern
An der nördlichen Chorwand in der St. Benedikt Kirche in Herbern befindet sich ein
Renaissance-Epitaph, eine Steinmetzarbeit von 2,87m Höhe und 1,35m Breite. Es
zeigt den Grafen Hermann von Merveldt zu Westerwinkel und seine Gemahlin Ursula
von Deipenbrock. Da die Sterbedaten des Ehepaares angegeben sind, weiß man,
dass das Werk Ende des 16. Jahrhunderts erstellt worden ist. Der Bildhauer ist bis-
her unbekannt.
(Fotos: Cramer)
Das Ehepaar steht betend da, mit Kopf und Schultern an ein Kissen gelehnt. Die
Tracht ist zeitgenössisch, spanisch. Der Graf ist in Harnisch, Degen und Dolch sind
mit Lederriemen in der Taille an den Plattenpanzer gehängt, hat aber zum Gebet die
Handschuhe ausgezogen und auf den Boden hinter sich gelegt. Der gefederte Helm
liegt mit offenem Visier zwischen seinen Füssen. Die beiden Hände sind in Höhe der
Brust zum Gebet verschränkt (nach Art „betende Hände“). Der Graf steht in einer na-