Til Eulenspiegel
Haushälterin, wollte ich nicht, dass Ihr zu einem Lügner Werdet. Ihr hättet die beiden Hühner gegessen,
und ich hätte nichts davon abbekommen, deshalb aß ich das eine Huhn auf."
Der Priester gab sich also zufrieden und sagte: ,,Meine lieber Knecht, es ist mir nicht um den Braten zu
tun, aber richte dich ab heute nach dem Willen meiner Haushälterin und tue das, was sie gern sieht!"
,,Gut", sagte Till, ,,das werde ich befolgen!"
Von da an tat Eulenspiegel alles nur zur Hälfte, was ihm die Haushälterin auftrug. Wenn er einen Eimer
Wasser holen sollte, brachte er einen halb gefüllten, und wenn er zwei Stücke Holtz für den Kamin
bringen sollte, brachte er nur eins. Sollte er dem Stier zwei Bündel Heu geben, gab er ihm nur eins. Sie
sollte also merken, dass er es absichtlich tat, um sie zu ärgern.
Nun ging die Haushälterin erneut zum Priester, um sich zu beklagen. Der Priester ließ Till zu sich