1(8) Das Renaissance-Epitaph in der St. Benedikt Kirche in Herbern
Be-
nedikt die Herren von Merveldt und von Nagel zu einem wichtigen Gespräch. Anlass
war ein dauerndes Ärgernis in der Kirche in Form einer anzüglichen Darstellung ei-
nes Mannes, das zum Verderbnis Jugendlicher geeignet sei. Auf dem Epitaph sei der
Graf von Merveldt in seiner Männlichkeit zu deutlich dargestellt und das könne er, der
Pastor, nicht gutheißen. Mit Zustimmung der Herren von Nagel und von Merveldt
wolle er einen Steinmetz beauftragen, um
das Ungemach in der Kirche be-
seitigen zu lassen.
Der Steinmetz tat wie geheißen und
beseitigte den im Schritt stark vorstehenden
Wulst der Rüstung. Bisher war das
gesamte Bild farblich einheitlich, doch jetzt