Status der Frau im 16. Jahrhundert in Europa
Beschäftigung mit den Wissenschaften versagt. Obwohl der Anteil der bürgerlichen und
adligen Frauen an der Ausbreitung der Reformation ziemlich groß war, brachte diese
zumindest im lutherischen Gebiet eine beträchtliche Beschränkung des weiblichen
Betätigungsfeldes auf Haushalt und Familie. Vereinzelt nahmen sich fürstliche Frauen der
Mädchenerziehung an und ließen Schulen errichten. Aber selbst in adligen Kreisen war die
Erziehung der Mädchen vielfach auf Anstandslehre, Frömmigkeit und Handarbeiten
beschränkt.
2)Anfänge Weiblichen Kunstschaffens
NONNENKLÖSTER
Im Mittelalter waren die Nonnenklöster und die Fürstenhöfe Zentren weiblichen
Kunstschaffens, das freilich nur bedingt als Berufstätigkeit im beschriebenen Sinne
bezeichnet werden kann. Die Nonnen waren ob Stickereien, Buchillustrationen und
Miniaturen, Kalligraphien, Teppichwirkereien, in einzelnen Fällen auch Gemälde oder
Kleinplastiken, ökonomisch ihren Klöstern verpflichtet.