Roger Federer
stark gewandelt hat. Selbst in engen Spielsituationen zeigt Federer selten Emotionen
und erlaubt seinen Kontrahenten so kaum eine Einschätzung seiner tatsächlichen
Verfassung. Zudem ist Federer dafür bekannt, in entscheidenden Situationen sein bestes
Tennis abzurufen. Belege dafür sind seine starke Tie-Break-Bilanz (Federer liegt mit rund
66 % gewonnener Tie-Breaks auf Platz 1 der Statistik der Spieler mit mehr als 100
absolvierten Tie-Breaks)[80] und die Prozentzahl an abgewehrten Breakchancen (hier lag
Federer in der Saison 2006 mit 70 % auf Platz 1 der ATP-Spieler).[77]
Alle diese Spielfähigkeiten von Federer, gepaart mit seiner nahezu beispiellosen
Erfolgsquote in den letzten Jahren, haben dazu geführt, dass zahlreiche Spieler ihre
Partien gegen Federer schon vor der eigentlichen Austragung als verloren abhaken. Dies
ist eine Beobachtung, die auch das Time Magazine im Artikel über die Wege, Federer zu
schlagen, thematisierte