Tallinna Raeapteek saksa keeles
verbundenen neuen Eigentumsverhältnisse mit ihren Rechten und Pflichten.
Im Dachgeschoss richtete Johann Burchart ein kleines Heimatmuseum ein, das er
''Mon faible'' nannte. Die damaligen Ausstellungsstücke sind heute noch teilweise im
Tallinner Stadtmuseum zu besichtigen.
In der Apotheke wurden damals nicht nur Arzneien sondern auch andere Spezialitäten
verkauft, wie zum Beispiel Marzipan, Gebäck, Süigkeiten, Papier, Gewürze, Wachs,
Spielkarten und später sogar Tabak. Außerdem sicherte sich die Familie Burchart das
Privileg, jährlich 400 Liter Cognac aus Frankreich steuerfrei einzuführen. Die Familie hat in
ihrem Keller auch selbst Wein hergestellt, in dem sie verschiedene Gewürze aufgegossen und
diese mit Zucker gesüt hat.
Als Johann Burchart starb, verkaufte dessen Schwester die Ratsapotheke an den
Deutschbalten Rudolf Carl Georg Lehbert (1858-1928) und beendete damit die 325-jährige
Familientradition.