Karl Ernst von Baer
1816
nahm er eine Stelle als Prosektor bei Friedrich Burdach an der Universität Königsberg an und
wurde dort auch habilitiert. 1819 heiratete er Auguste von Medem. Aus dieser Ehe gingen sechs
Kinder hervor. Im gleichen Jahr wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt, zwei Jahre
später übernahm er das Ordinariat für Zoologie, 1826 auch das für Anatomie.
In Königsberg begann er seine Forschungen zur Embryologie, die ihn 1826 zur Entdeckung der
Eizelle von Säugetieren also auch des Menschen führten. Er zeigte, dass die
Embryonalentwicklung bei Tieren von allgemeinen Formen zu spezifischen, artgerechten
Formen fortschreitet (Baersche Regel oder ,,Gesetz der korrespondierenden Stufen"). Die
Bedeutung seiner Forschungen wurde jedoch von seinen Zeitgenossen nicht erkannt. Erst später
wurde diese Regel von Ernst Haeckel zur biogenetischen Grundregel weiter entwickelt.