Singende Revolution und Sängerfest Eneli Kajak Januar 2008 SINGENDE REVOLUTION 1987-1992 Lied: estnische Nationalhymne "Mu isamaa, mu õnn ja rõõm" (Mein Vaterland, mein Glück und meine Freude) Singende Revolution - nationale Bewegungen und Kampf um Wiedererlangung im Baltikum Baltikum Estland, Lettland und Litauen Baltikumkarte Singen von nationalistischen Liedern (z.B. der Hymnen der baltischen Staaten) war von der Sowjetmacht verboten Solltesich jemand dem wiedersetzt haben drohten strafen (wie Kündigung der Arbeit bis zur Versetzung nach Sibirien reichten) Bei nationalen Versammlungen und friedlichen Demonstrationen sang man Hunderttausende Leute sangen traditionelle Volkslieder in Stadien und öffentlichen Plätzen Über eine Länge von 600 Kilometern, von Tallinn über Riga nach Vilnius, bilden am 23
11. August 1919 in Kraft. Die Hypothek der Reparationszahlungen belastete von Beginn an das politische Klima der jungen Republik. Die von rechtsextremen Kräften verbreitete Dolchstoßlegende führte zu politischen Morden und Putschversuchen, von denen die wichtigsten der Kapp-Putsch 1920 und der Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 waren. Wichtige Vertreter der demokratischen Kräfte wie Matthias Erzberger und Walther Rathenau wurden von nationalistischen Attentätern ermordet. Der erste Reichskanzler Philipp Scheidemann überlebte einen Anschlag nur knapp. Andererseits gab es mehrere Aufstände von Kommunisten, wie den Ruhraufstand 1920, die Märzkämpfe in Mitteldeutschland 1921 und den Hamburger Aufstand 1923. In den kurzen ,,goldenen Zwanzigern" blühte die Kultur und ab 1924 auch die Konjunktur auf und das mittlerweile über vier Millionen Einwohner zählende Berlin wurde zu einer der dynamischsten Städte Europas.